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LA HABANA

Cuba Libre


Das Leben in Kuba, so errinern sich die Inhaber von La Habana, findet auf der Straße statt – vielfältig in seinen kulturellen und ethnischen Strömungen, vielfältig in der Altersstruktur und den Lebensformen und überschäumend in der Lebensfreude. Ein Lebensgefühl, dass die zwei Freunde Ralph Jesse und René Thomsen fasziniert. Und diese Faszination gab den Impuls für eine besondere Idee: eine Einrichtung schaffen, die eben jene Vielfalt und Toleranz und Lebensfreude vermittelt – und das in Schneverdingen. Das Ergebnis dieser Idee ist das La Habana. Café-Bar-Lounge ist dem La Habana untertitelt, aber das sagt eigentlich noch nicht sehr viel. Denn die Initiatoren haben sich viel mehr vorgenommen, als Schneverdingen um ein weiteres Restaurant zu bereichern. Ihnen geht es darum, mit dem La Habana eine Plattform für die unterschiedlichsten Menschen zu schaffen, ihnen die Möglichkeit zu Kontakten zu bieten – Alt und Jung zusammenzuführen, für Begegnungen zu sorgen, Kultur einzubinden.

Wer in das La Habana kommt, kann hier in aller Ruhe bei kubanischen Klängen ein Bier vom Fass trinken, einen Prosecco oder Wein genießen, sich Kaffee oder Tee servieren lassen und natürlich Speisen, wie sie für Kuba typisch sind, probieren. Cocktails und Longdrinks runden das Angebot. Dabei ist es Ralph Jesse und René Thomsen wichtig, auch für jeden Geldbeutel etwas zu bieten, denn das La Habana soll nicht „hip“ und ein Szenentreff sein, sondern auch eine soziale Funktion haben,  die Initiatoren und Freunde sehen sich hier auch in sozialer Verantwortung.

Die zwei Inhaber hatten bei der Planung des La Habana und der Umsetzung Ihrer Idee von allen Seiten sehr viel Zuspruch und Unterstützung erfahren, für die sie sich bedanken wollten. Und das tun sie nicht nur direkt, sondern auch durch die Führung des La Habana: So finden die Gäste nicht nur verschiedene Tageszeitungen, sondern auch ein wechselndes literarisches Angebot. Geplant sind beispielweise Abend- und Nachtlesungen. Dazu soll es regelmäßig Auftritte von Musikern geben, beispielsweise mit Klavier oder klassischer Gitarre, eine enge Zusammenarbeit mit der Musikschule, der Stadtbücherei, dem Kulturverein und anderen Einrichtungen, um sich gegenseitig zu unterstützen, mit Ideen zu verwirklichen. Ideal ist dafür die Lage des La Habana in der Rathauspassage, die bisher eher als zu wenig belebt galt: das große Karree kann perfekt für Auftritte und Veranstaltungen genutzt werden, Tische und große Sonnenschirme lassen jetzt schon erkennen, dass sich auch hier ein Teil des Lebens „auf der Straße“ abspielen soll.

Und auch im Inneren herrscht Authentizität: Mobiliar und Gestaltung sind so gestaltet, wie man es auch in Mittelamerika finden könnte. Eine komplette Wand ist mit einem riesigen Graffiti-Bild geschmückt: Der Graffiti-Künstler Andreas Litzba hat hier den legendären Che Guevara verewigt, aber auch eine kubanische Straßenansicht.

 

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